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Fossil Free Stadt Freiburg

Wir fordern die lokale Regierung der Stadt Freiburg auf, all ihre städtischen Geldanlagen und Investments offenzulegen, jegliche neue Investitionen in fossile Brennstoffunternehmen einzufrieren und eigene Anteile an direkten und indirekten Investments innerhalb der nächsten 5 Jahre abzuziehen, d.h. zu deinvestieren. Dazu gehören Aktien, Mischfonds, Unternehmensanleihen und sonstiges Kapital das fossile Brennstoffe beinhaltet.

Aktuell

2015 haben wir eine erste Interfraktionelle Anfrage an die Stadt Freiburg gestellt. Diese findet ihr hier: Anfrage Fossil Free

Seit dem hat sich nicht viel getan in Freiburg, aber umso mehr in anderen Städten. Mittlerweile sind Münster, Stuttgart, Berlin und Bremen Teil der Divestment-Bewegung. Und nun, 3 Jahre später, könnte es bald auch in Freiburg soweit sein. Im Umweltausschuss am 26. Februar 2018 wird eine Beschlussvorgabe zu Fossil Free besprochen.

Mehr dazu in Kürze hier auf unserer Homepage!

Hintergrund

Die Stadt Freiburg hat schon in der Vergangenheit besonderes Engagement im Klimaschutz gezeigt. Dazu gehören zum Beispiel der Stadtteil Vauban. Nun hat die Stadt Freiburg wieder die Möglichkeit eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einzunehmen.

Zum Hintergrund: Der kürzlich veröffentlichte neuste Bericht des Weltklimarats spricht eine deutliche Sprache. Wenn wir den Klimawandel auf unter 2º Celsius begrenzen wollen, darf der Großteil der fossilen Energiereserven wie Kohle, Öl und Gas nicht verbrannt werden. Alles andere würde eine Destabilisierung des Klimas mit katastrophalen Folgen für Mensch und Natur nach sich ziehen. Laut Weltklimarat, müssen Investitionen in fossile Energieträger jährlich um $30 Milliarden reduziert werden, während Investitionen in kohlenstoffarme Energiegewinnung um $147 Milliarden steigen müssen.

Außerdem ist damit zu rechnen, dass Unternehmen im fossilen Sektor in den kommenden Jahren stark an Wert verlieren werden, weil sie ihre Rohstoffvorkommen nicht mehr fördern und verkaufen können. Die Finanzwelt spricht von einer Kohlenstoffblase, die kurz davor ist zu platzen. Damit stellen Investitionen in fossile Energien ein hohes finanzielles Risiko dar. Die jüngsten Verluste von RWE und Eon verdeutlichen bereits heute, dass das Geschäftsmodell des fossilen Sektors nicht zukunftsfähig ist. Studien der Internationalen Energieagentur, der Universität Oxford sowie verschiedener Großbanken wie HSBC oder Citi warnen vor Investitionen in diesem Sektor.

Überall auf der Welt beginnen daher Städte, Gemeinden, Kirchen, Universitäten, Stiftungen und andere Institutionen ihre Investments aus den 200 größten Kohle-, Erdöl- und Erdgasunternehmen abzuziehen. Ein solches Divestment erreicht zweierlei: Einerseits schützt es vor den Gefahren zukünftiger Wertverluste und sichert so nachhaltig die finanzielle Stabilität Ihrer Stadt. Andererseits entzieht es klimaschädlichen Unternehmen die gesellschaftliche Zustimmung und trägt so zu Wandel bei, der aufgrund der Klimakrise notwendig geworden ist.

In den Vereinigten Staaten haben bereits 25 Städte verbindlich beschlossen ihre Anteile an Unternehmen des fossilen Sektors zu verkaufen. Darunter sind Großstädte wie San Francisco oder Seattle. Dagegen steht die Bewegung in Europa noch am Anfang. In den Niederlanden hat sich die Stadt Boxtel Ende 2013 als erste europäische Stadt verbindlich Divestment verschrieben. Freiburg kann nun in Deutschland diese Vorreiterrolle einnehmen und zeigen, dass eine nachhaltige Finanzpolitik mit Rücksicht auf Natur und zukünftige Generationen möglich ist.

Die globale Klimakampagne 350.org arbeitet mit Städten, Universitäten, Kirchen und anderen Institutionen in Europa, USA, Australien, Neuseeland, Kanada und Afrika zusammen, um gemeinsam gegen den Klimawandel und für eine lebenswerte Zukunft einzutreten.

Um unseren Kindern und Enkeln unsere wunderschöne Erde als weiterhin uneingeschränkt bewohnbaren Planeten zu hinterlassen. Sollte die Stadt Freiburg Schritte einleiten, um:

- Keine neuen Investitionen in fossile Brennstoffe mehr zu tätigen
- Eigene Anteile an direkten und indirekten Investments innerhalb der nächsten 5 Jahre abzustoßen. Dazu gehören Aktien, Mischfonds, Unternehmensanleihen und sonstiges Kapital das Erdöl-, Erdgas- und Kohleunternehmen beinhaltet.


Quellenangaben
1. Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)


2. Artikel zum Finanzrisiko Kohlenstoffblase in der Zeit:
3. Internationale Energieagentur. World Energy Outlook 2012:
4. Smith School of Enterprise and Environment, Oxford. Stranded Assets Programme
5. HSBC, Coal and Carbon - Stranded assets: Assessing the risks
6.
7. Liste der Top 200 Kohle-, Erdöl-, Erdgasunternehmen weltweit:

8. Eine Liste der Städte, Universitäten, Kirchen und anderer Institutionen die sich Divestment verschrieben haben:

 

 

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