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Zugang für Sehbehinderte – nur bei guter Witterung...

Die nicht „barrierefreie Universitätsbibliothek“ wird am Montag, den 12.10.2015 eröffnet.




Wenn Finanzminister Nils Schmid am Montag die neue Universitätsbibliothek offiziell eröffnet, wird er in seiner Rede vielleicht auch das Label der „barrierefreien Universitätsbibliothek“ bemühen, welches die UB sich selbst gegeben hat. Schaut man aber genauer hin, so sind zwar gute Ansätze erkennbar (z.B. durch die erhabene Stockwerksbeschriftung an den Handläufen aller Treppen), an vielen Stellen besteht aber – gelinde gesagt – erheblicher Nachbesserungsbedarf.

Einige Beispiele:

  • Zugang für Sehbehinderte/Blinde? Nur tagsüber und bei guter Witterung!
    Keine 24h-Bibliothek für Sehbehinderte: Der Zugang für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen erfolgt – aufgrund der Drehtüren an den anderen Eingängen – über einen Seiteneingang, der „nur bei guter Witterung“ und auch sonst reduzierten Zeiten zugänglich ist.
    Doch damit nicht genug. Zwar führen Bodenkennzeichnungen direkt vor Ort zur Tür. Diese Tür geht optisch jedoch so in der Fassade verloren, dass selbst Menschen mit guter Sehkraft die Tür auf den ersten Blick kaum sehen können.
  • Ruheräume? Fehlanzeige.
    Ein Rückzugsraum, den Menschen im Rollstuhl oder mit psychischen Beeinträchtigungen nutzen können, um sich zwischendurch einmal hinzulegen, um dadurch das Wundsitzen zu verhindern bzw. einen Rückzugsort zu finden, ist in der UB nicht vorhanden.
    Auch die behindertengerechten Toiletten bieten gerade einmal den notwendigsten Platz für den Toilettengang. Das Aufstellen einer Liege sowie die Nutzung eines „Lifters“ für Menschen, die sich nicht aus eigener Kraft auf die Toilette bugsieren können, scheint trotz anderen Versprechungen nicht mehr möglich; dabei sind diese Hilfsmittel bereits an der Universität vorhandenen, da sie von einer Studentin aktuell benötigt werden.
  • Rollstuhlgerechter Tisch und Verbuchung? Eine naive Vorstellung.
    Im Internet wirbt die UB mit einem rollstuhlgerechten Gruppenarbeitstisch sowie Verbuchungstisch. Was einen Tisch für diese Zielgruppe ausmacht, scheint man jedoch nicht zu wissen. So sind die vorhandenen zwar niedriger als die anderen, bringen aber einer Vielzahl an Rollstuhlfahrer/innen nichts. Denn Rollstühle, je nach Einschränkung und Körpergröße, sind stets verschieden hoch. Notwendig sind individuell höhenverstellbare Tische, die an sich auch in jedem Stockwerk des Lesesaalbereichs zu erwarten wären und bspw. bereits in den Freiburger Mensen eingesetzt werden.
     

Anders als das vieldiskutierte Aussehen der UB sollten barrierefreier Zugang und barrierefreie Nutzung der UB an sich eine Selbstverständlichkeit darstellen und sind außerdem eine gesetzliche Vorgabe. „Das Universitätsbauamt verbaut 53 Millionen Euro und am Ende steht dort ein nicht barrierefrei ausgestatteter Bau“, so Andreas Hanka, Referent für Studieren mit Behinderung im AStA.

Die Studierendenvertretung hat stets ihre Expertise und Beratung bei der Bauplanung angeboten; auch wurden Verweise auf Projekte wie z.B. die „Hörsensible Universität“ an der Uni Oldenburg weitergegeben. Ohne Erfolg. Auch mit der Bitte einer zeitnahen Barrierefreiheitsbegehung an die Universitätsleitung scheiterte die Studierendenvertretung bisher. Man müsse erst noch besprechen, wann und wie eine Begehung sinnvoll sei, so die am 01.10. versendete Antwort auf eine Mail vom 21.07., dem Tag der Eröffnung des Probebetriebs. Erst kurz vor der Fertigstellung dieser PM wurde nun endlich ein zeitnaher Termin in Aussicht gestellt.

Michaela Kusal, Referentin für Studieren mit Behinderung im AStA: „Wir hoffen, dass hier möglichst schnell nachgebessert wird und die Architektur auch hinter die Bedarfe behinderter Nutzerinnen und Nutzer zurücktritt. Denn erst dann mag die Universitätsbibliothek eine der ‚modernsten [...] Universitätsbibliotheken Europas’, sein, die ‚ihren Nutzerinnen und Nutzern auch herausragenden Service und eine optimale Lern- und Arbeitsumgebung [bietet]’Quelle, wie Rektor Schiewer behauptet. Auch für Nutzer*innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung.“


Für Nachfragen steht Ihnen Andreas Hanka, Referent für den Themenbereich Studieren mit Behinderung, per Mail unter referat-soh@stura.org gerne zur Verfügung.
 


Resonanz:

  • Radio Dreyeckland (Mo, 12.10.2015):
    Sieht schon wieder ganz schön alt aus – Die neue UB in puncto Barrierefreiheit
    Interview in der Sendung stud.live - Das Studierendenmagazin   [Link]
  • Freiburger Wochenbericht (Mi, 14.10.2015):
    Nicht nur Feierlaune – Beim großen Festakt zur Eröffnung der UB tauchen Fragen nach der Barrierefreiheit auf [Link, Seite 1]
  • Netzwerk Inklusion Region Freiburg:
    Bericht sowie Impressionen: Vorortbegehung Neue UB, 15.10.2015 [Link]
  • Stuttgarter Nachrichten (Mi, 21.10.2015):
    Kommentar: Langer Weg zur Inklusion  [Link]
  • Badische Zeitung (Mi, 28.10.2015):
    100 Tage neue UB: Studierende fordern mehr Arbeitsplätze - und Inklusion [Link]
  • fudder.de (Mi, 28.10.2015):
    100 Tage neue UB Freiburg: Studierende fordern mehr Plätze [Link]
  • Südkurier (Di, 30.10.2015):
    Lob und Tadel für neue Unibibliothek
    Architektur innen und außen findet Anerkennung. Kritik an Platzangebot und Barrierefreiheit. [Link]
BZ-Startseite: "UB Studierende fordern mehr Arbeitsplätze - und Inklusion" 

UPDATE:
Während viele Kritikpunkte inzwischen gelöst bzw. berücksichtigt wurden (z.B., Ruheraum, Literaturservice; vgl. UB-Homepage) – in großen Teilen auf Initiative und unter Mitarbeit der Studierendenvertretung –, sind andererseits auch über ein halbes Jahr später einige der Probleme noch immer nicht gelöst (vgl. auch News-Artikel "Eine unendliche Geschichte?")

  • Badische Zeitung (Do, 07.07.2016):
    "Technisch zu komplex": Tür der Unibibliothek ist ständig kaputt – Streit um Lösung [Link]
  • SWR Fernsehen (Mi, 13.07.2016)
    Freiburger Unibibliothek - Die Tücken moderner Architektur [Link]

 

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