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Wie stimmt der StuRa ab?

Eine kurze Erklärung, wie Entscheidungen im Studierendenrat getroffen werden.

Im Studierendenrat werden Abstimmungen prinzipiell mit der Schulze-Methode ausgewertet. Ausgenommen hiervon sind Finanzanträge. In diesen wird der Median berechnet (Erklärungen unten). Zudem werden die Stimmen der einzelnen Mitglieder verschieden gewichtet. Fachbereiche haben je nach Größe 2 bis 4 Stimmen, Initiativen immer eine (genaue Zahlen können in der Satzung nachgelesen werden). 

Wichtig ist es auch, zu wissen, dass der Studierendenrat basisdemokratisch entscheidet. Die Fachbereiche erhalten eine Woche vor Abstimmung die abzustimmenden Themen und stimmen in ihren (für alle Studierende dieses Fachbereiches offenen) Sitzungen darüber ab. Der*die Fachbereichsvertreter*in bringt im nächsten Studierendenrat die Stimme des Fachbereiches in den Studierendenrat und hält sich an die Entscheidung des Fachbereiches, also an sein*ihr imperatives Mandat. Initiativen können entscheiden, wie sie die Abstimmungen intern regeln, müssen sich also nicht an ein imperatives Mandat halten.

 

Die Schulze-Methode

Durch die Schulze-Methode ist es möglich, für oder gegen Anträge zu stimmen und gleichzeitig eine Reihung innerhalb der verschiedenen Möglichkeiten anzugeben.

 

Abstimmung im Studierendenrat

Wir erklären die Methode an Hand eines Beispiels (für eine formellere Darstellungsweise kann der oben verlinkte Wikipedia-Artikel dienen):

Es gibt ein Gremium mit drei Stellen und es bewerben sich fünf Personen. Somit gibt es sechs verschiedene Punkte, die gewichtet werden müssen: Die fünf Personen und die Option "Nein".

Wieviele Stellen das Gremium hat, ist beim Abstimmen nicht erheblich. Die ersten drei Personen nach dem Ranking werden gewählt. Falls die Option "Nein" auf eine der ersten drei Positionen gewählt wird, bleiben die Stellen ab dieser Position in dieser Wahl unbesetzt, da alle Personen hinter "Nein" abgelehnt wurden.

Auf dem Abstimmungszettel würde diese Wahl wie folgt aussehen:

Person A (Gremium xy)  
Person B (Gremium xy)  
Person C (Gremium xy)  
Person D (Gremium xy)  
Person E (Gremium xy)  
Nein  

 

Die Reihung wird nun angegeben, indem in die rechte Spalte Zahlen eingetragen werden. Niedrigere Zahlen bedeuten eine bessere Wertung. Was für Zahlen genommen werden, ist dabei egal. Wichtig ist, wie die Zahlen zueinander stehen (also größer, kleiner oder gleichgroß sind). Für die auszählende Person kann es allerdings einfacher sein, wenn offensichtliche Zahlen verwendet werden, wie 0, 1, 2 und so weiter. Falls keine Zahl eingetragen wird, steht dies für eine größtmögliche Zahl.

Optionen, die abgelehnt werden sollen, werden hinter die Option "Nein" gereiht.

 

Bei der Abstimmung findet nun Initiative X alle fünf Bewerber*innen kompetent, will alle annehmen und keine Reihung angeben (sich bei der Reihung enthalten). Der*die Initiativsvertreter*in trägt also in die ersten fünf Zeilen eine 0 ein und bei "Nein" eine 1.

 

Fachbereich Y hat sich für Person A, B und E entschieden, die sie in dem Gremium haben wollen. Person C wollen sie weiter hinten ranken, aber noch annehmen. Person D wollen sie nicht wählen und ranken sie somit hinter "Nein". Der*die Fachbereichsvertreter*in trägt also bei Person A, B und E eine 0 ein, bei Person C eine 1, bei "Nein" eine 2 und bei Person D eine 3.

 

Fachbereich Z will unbedingt Person C in das Gremium wählen, dann Personen A und B und dann Personen D und E. Ablehnen wollen sie niemanden. Der*die Fachbereichsvertreter*in trägt also bei Person C eine 0, bei Personen A und B eine 1, bei Personen D und E eine 2 ein und bei "Nein" eine 3.

 

Es gibt noch einen Fachbereich, der leider kein imperatives Mandat einholen konnte, weil die Fachbereichssitzung nicht beschlussfähig war. Der*die Fachbereichsvertreter*in will allerdings trotzdem einen Stimmzettel abgeben, um nicht Gefahr zu laufen, dass StuRa-Sitzung nicht beschlussfähig wird. Er*sie gibt einen leeren Stimmzettel mit Fachbereich, Name und Unterschrift ab. Da alle Felder leer sind, haben sie alle den gleichen (höchstmöglichen) Wert und es wird sich bei jeder Abstimmung enthalten.

 

Auswertung im Studierendenrat

Bei der Auswertung werden nun die Stimmen mit der Gewichtung der Fachbereiche (die von der Größe des Fachbereichs abhängt) bzw. der Initiativen verrechnet. Als Initiative hat Initiative X eine einfache Gewichtung. Fachbereich Y ist ein kleiner Fachbereich und wird zweifach gewichtet. Fachbereich Z gehört zu den mittelgroßen Fachbereichen und hat eine dreifache Gewichtung.

Alle fünf Bewerber*innen haben mehr Ja- als Nein-Stimmen (der einzig Knappe Fall ist Person D mit 4 zu 3), sind also alle angenommen (was wichtig wäre, falls die ersten beiden Personen doch zurücktreten würden, oder es auch Stellvertreter*innen-Posten gibt).

Die Reihung ergibt sich dann wie folgt: Person C auf Platz 1, Personen A und B auf Platz 2, Person E auf Platz 4 und Person D auf Platz 5. Wie genau sich die Reihung berechnet, lässt sich am besten auf oben genannter Wikipedia-Seite nachvollziehen. Bei unserem Beispiel hat sich Initiative X bei der Reihung enthalten, weswegen sie hier nicht beachtet werden muss. Da Fachbereich Z mehr Stimmen als Fachbereich Y hat, wird im Prinzip die Gewichtung von Fachbereich Z übernommen. Allerdings hat Fachbereich Z Personen A und B sowie Personen D und E gleich gewichtet, sich somit bei der Gewichtung innerhalb dieser Personen enthalten. Hierdurch zählen die Gewichtungen von Fachbereich Y doch noch marginal ein: Personen A und B haben sie auch gleich gewichtet, wodurch sich hier nichts verändert. Bei Personen D und E haben sie allerdings Person E besser bewertet, wodurch Person E den 4. und Person D den 5. Platz erhält.

 

Ablesen aus dem Protokoll

Die Abstimmungen im Studierendenrat werden natürlich nicht per Hand, sondern mit einem Computerprogramm berechnet. Die Eingaben in dieses Programm werden mit dem Protokoll veröffentlicht, um transparent zu machen, wie sich die einzelnen Fachbereiche und Initiativen entschieden haben. Diese Eingaben sind allerdings manchmal für Aussenstehende nicht leicht bzw. intuitiv zu deuten. Ein neues Programm, dass eine übersichtlichere Übersicht für das Protokoll erstellt, ist allerdings in Arbeit.

Die Eingabe fasst die oben gezeigte Tabelle in eine Zeile zusammen. Hierbei werden die Zeilen in der Tabelle von oben nach unten startend mit 0 durchnummeriert. Danach werden die Nummern der Optionen angefangen bei der bestgewichteten Option nacheinander geschrieben, getrennt von einem "="- oder ">"-Zeichen. "=" bedeutet, dass die nächste Option gleichgewichtet sein soll, wie die vorige. ">" bedeutet, dass die nächste Option schlechter gewichtet werden soll.

In den obigen Beispielen wäre die Eingabe für Initiative X also: "0=1=2=3=4>5", da die ersten fünf Optionen gleichgewichtet werden und nur die Option "Nein" auf Platz 2 fällt. Die Eingabe für Fachbereich Y wäre "0=1=4>2>5>3": Personen A, B und E auf Platz 1, Person C danach, dann "Nein" und am Schluss Person D (Person D wird also abgelehnt). Bei Fachbereich Z wäre die Eingabe "2>0=1>3=4>5": Erst Person C, dann A und B, dann D und E und am Schluss "Nein". Der enthaltende Fachbereich wäre mit "0=1=2=3=4=5" vermerkt.

 

Abstimmungen mit nur Ja-/Nein-Option

Obiges Beispiel ist recht komplex, wie es eher selten im Studierendenrat vorkommt. Die meisten Abstimmungen sind Ja-/Nein-Optionen und werden allerdings auch per Schulze-Methode abgestimmt. Hier reicht es meistens, eine Zahl bei der Option einzutragen, für die gestimmt werden soll, da das leere Feld immer als größere Zahl gewertet wird.

 

Median-Verfahren

Finanzanträge werden mit dem Median-Verfahren abgestimmt.

Hierbei gibt jeder Fachbereich und jede Initiative den gewünschten Betrag an (ein leer gelassenes Feld bedeutet eine Enthaltung). Die Werte werden dann je nach eigener Stimmzahl ein bis vier mal in einen Topf gegeben. Dieser wird dann aufsteigend sortiert und der Betrag, der in der Mitte steht, bzw. bei gerader Anzahl von Stimmen links von der Mitte, wird genommen.

Beispielsweise geht es um einen Antrag, bei dem 200 Euro beantragt werden.

Initiative X will kein Geld geben, tragen also 0 Euro ein. Fachbereich Y (mit zwei Stimmen) ist für 150 Euro und Fachbereich Z (mit drei Stimmen) für 200 Euro. Ein Fachbereich ohne imperatives Mandat will sich enthalten und lässt das Feld frei.

Bei der Auswertung sehen die Werte nun wie folgt aus: 0, 150, 150, 200, 200, 200. Der Median liegt also bei 150 Euro (200 hat mit 3 zu 3 Stimmen noch keine Mehrheit) und wäre somit der genehmigte Betrag.

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