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Rede für den Tag der Vielfalt 14.11.2016

Die leider nicht gehaltene Rede des Vorstandes bei dem Tag der Vielfalt am 14.11.2016

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste

 

Wir freuen uns sehr darüber, dass der heutige Tag der Vielfalt hier an unserer Universität stattfindet. Wir sind sehr froh an einer Universität wie dieser zu studieren. Denn sie versteht sich als Organisation, in der die Unterschiede ihrer Beschäftigten und Studierenden wahrgenommen und geschätzt werden. Der Tag der Vielfalt ist hierfür ein wichtiges Symbol. Er ist zugleich Feiern des Erreichten wie auch ein Appell, sich auch in Zukunft für die Akzeptanz von Vielfältigkeiten aller Dimensionen einzusetzen. Gerade auch in dieser Zeit, wo der Hass auf den*die Andere wieder den politische Diskurs mehr und mehr zu vereinnahmen droht.

 

Doch es ist nicht nur die Sprache des Hasses sowie die Taten rechtsextremer Gruppierungen, gegen die wir uns auch an diesem Tag der Vielfalt wenden wollen. Scharfe, oft gewaltvolle Grenzziehungen und Ausschlüsse sind längst auch Teil des politischen Millieus, dass sich als liberal versteht. Auch sie gilt es an einem Tag der Vielfalt in den Blick zu nehmen.

 

In diese Folge von Grenzziehungen und Ausschlüsse reiht sich auch das Vorhaben der Landesregierung ein, Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger*innen und Studierende im Zweitstudium zu erheben. Wir sehen dies mit großer Sorge und kritisieren dies unter anderem aus folgenden Gründen.

 

Zum Einen: Wir befinden uns in einer Zeit, in der sich der nationalistische Chauvinismus als europäischer Patriotismus gibt. In genau diese fällt die Entscheidung der Landesregierung, auch ihre Grenzen für den Zugang zur Hochschulbildung entlang der Grenzen Kerneuropas zu ziehen. Sie folgt und befeuert damit einen Diskurs des europäischen Nationalismus, den die europäische Rechte schon seit geraumer Zeit vor sich hertreibt.

 

Zum Anderen: Studiengebühren für Zweitstudierende verschärfen die soziale Ungleichheit entlang der ökonomischen Achse. Ist das Zweitstudium bereits jetzt vom Bafög ausgenommen, wird es für wirtschaftlich Ausgegrenzte durch die nun angestrebten Studiengebühren nochmals schwerer, ein Zweistudium zu bewältigen. Schlicht, weil die Kosten für das Studium steigen. Und dies im Angesicht einer Zeit, die durch eine, sich immer weiter zuspitzende, ökonomische Ungleichheit geprägt ist. Nur nebenbei, damit wird damit das Gefühl des Abgehängtseins bestärkt, das Pegida und Co als Türöffner für ihre nationalistische Propaganda dient.

 

Wir begrüßen es also, dass unsere Universität den Tag der Vielfalt begeht, um für Vielfältigkeiten einzustehen. Mit Blick auf die Position des Rektorats bedauern wir jedoch, dass sie bisher bei einem symbolischen Einstehen verbleibt. Denn als Teil der Landesrektorenkonferenz begrüßten Sie, Herr Schiewer, die diskriminierenden und ausschließenden Maßnahme der Studiengebühren.

 

Wir bitten Sie, diesen Schritt nochmals zu überdenken. Und schließlich, ja zu sagen zu einer Politik der gelebten und praktischen Vielfalt. Ein Einstehen für Vielfalt bedeutet für uns mehr als das Feiern von opportuner Diversity. Es meint ein praktisches Einstehen dafür, dass alle Menschen ganz gleich ihrer lokalen wie sozialen Herkunft an der Institution Universität gleichermaßen teilhaben können. Im Konkreten bedeutet es ein Nein gegenüber jeglichen Studiengebühren. Es bedeutet: Einstehen für eine freie und gerechte Bildung für alle.

 

 

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