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Absage an die Merzhausia

Einige haben es vielleicht mitbekommen: Die Frauenverbindung AV Merzhausia wollte sich mit dem Gender-Referat treffen. Warum wir die Einladung zunächst annahmen uns dann aber wieder dagegen entschieden, könnt ihr hier lesen.

 

Mitte November wurde das Gender-Referat anlässlich der Debatte über die verbindungskritische Initiative "falsch-verbunden" im StuRa von der Frauen-Studierendenverbindung AV Merzhausia per Mail zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen. In ihrer Einladung zum Dialog erklärten sie, sie hätten den Eindruck, dass wir Vorurteile gegenüber den Studierendenverbindungen hätten, und insbesondere unsere Annahme, das Coleurwesen sei eine Männerdomäne, wollten sie durch das Gespräch ausräumen. Die Mail war sehr höflich formuliert und in unserem Referat sowie im AStA kam die Diskussion darüber auf, wie wir auf die Einladung reagieren sollten. Schließlich entschlossen wir uns dazu, nochmal nachzufragen, warum die Merzhausia ausgerechnet uns schrieb, denn eine gleichzeitig stattfindende Diskussion im Studierendenrat, die auch von mindestens einer Merzhausia-Studentin direkt vorangetrieben wurde, führte der Stura ja bereits und wir waren verwundert darüber, dass ausgerechnet das Gender-Referat angeschrieben wurde. Bereits einen Tag nach ihrer höflichen Einladung beschwerte sich ein Mitglied der Merzhausia jedoch im Stura darüber, dass wir nicht auf ihre Einladung reagieren würden. Dies dämpfte bei einigen Mitgliedern des Gender-Referats die Gesprächsbereitschaft, da bei ihnen der Eindruck entstand, die Einladung der Merzhausia sei lediglich deshalb ausgesprochen worden, um sich bei einer Ablehnung unsererseits öffentlich darüber beschweren zu können.

Insgesamt waren wir dann aber sehr neugierig, wie die Merzhausia uns davon, dass das Verbindungswesen KEINE Männerdomäne ist/sei, überzeugen wollte, gerade angesichts nur einiger weniger Frauenverbindungen (in Freiburg gibt es beispielsweise 32 Verbindungen und lediglich eine davon ist eine Frauenverbindung, der absolute Großteil sind reine Männervebindungen).

Gleichzeitig informierten wir uns nun über Frauenverbindungen im Allgemeinen und über die Merzhausia im Speziellen. 

Bei all generellen Kritikpunkten am Verbindungswesen (hier wollen wir auf Beispielhaft auf den Vortrag mit Gerhard Schäfer verweisen der im Rahmen der Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie 2015 stattfand) verblüffte uns aber insbesondere, dass die AV Merzhausia auf ihrer Facebookseite offiziell mit der Burschenschaft Saxo Silesia Freiburg befreundet ist. Die Saxo Silesia ist die letzte Verbindung Freiburgs, die trotz anhaltender Skandale noch immer im ultra-rechten Dachverband der Deutschen Burschenschaften (DB) organisiert ist. Die DB geriet unter anderem durch den sogenannten Ariernachweis der Verbindungen, die auch "nicht-bio-Deutsche" zuließ, ausschließen soll und skandalösen Aussagen ihres damaligen Schriftführers Norbert Weidner, der den Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer als Landesverräter bezeichnete, in die öffentliche Kritik. Zahlreiche Verbindungen, wie auch die Freiburger Verbindung "Teutonia" traten aus Imagegründen aus der DB aus. (Bei der Teutonia ist anzunehmen, dass sie das aus Imagegründen tat, denn sie hat kein Problem mit Alten Herren in ihren Reihen wie Klaus Harsch, der mit den zwei Rechtsrockgrößen Alexander Heinig, Sänger der Naziband „Ultima Ratio“, und Steffen Hammer, Sänger der Band „Noie Werte“, die Anwaltskanzlei H3 führte.) Eine weitere Mitarbeiterin Harschs war Nicole Schneiders, die Verteidigerin des im NSU-Prozesses Hauptangeklagten Ralf Wohlleben. Mehr zur Teutonia und der DB findet ihr hier: http://www.u-asta.uni-freiburg.de/politik/pms/pm-2013/2013-07-23 Mehr zur Saxo-Silesia hier: https://linksunten.indymedia.org/node/79916

In der Saxo-Silesia ist zudem auch Dubravko Mandic alter Herr, der auch in der Debatte im Stura auftauchte. Dubravko Mandic ist Freiburger AfD Mitglied und kann als Hardliner in der AfD betrachtet werden. Die AV Merzhausia scheint keine Probleme zu haben, mit einer DB-Verbindung und AfD-Mitgliedern zusammenzuarbeiten.

All dies fanden wir in unseren ersten Erkundigungen zur AV Merzhausia und ihrem Umfeld heraus. Dies ließ uns dem Gespräch mit ihnen schon mit deutlicher Ernüchterung entgegen blicken.

Unsere Meinung dem Gespräch gegenüber änderten wir schließlich als wir aus der Presse erfahren mussten, dass ein Mitglied der AV Merzhausia plante auf der studentischen Vollversammlung am 16.12. den Stura-Vorstand zu stürzen: http://fudder.de/artikel/2015/12/08/geheimplan-wie-eine-verbindungsstudentin-den-asta-vorstand-stuerzen-will/

Dieses Vorgehen halten wir für höchst antidemokratisch. Die enorme Beteiligung vieler basisdemokratisch Gesinnter an der studentischen Vollversammlung zeigte jedoch, dass die Merzhausia mit ihrem Plan, die basisdemokratischen Strukturen anzugreifen, ziemlich alleine da stand.: http://fudder.de/artikel/2015/12/17/so-war-die-vollversammlung-an-der-uni/

Der Versuch, die politische Arbeit der Studierendenvertretung lahm zu legen, gelang der Merzhausia also nicht. Unsere Offenheit für ein Gespräch war durch diese Aktion aber einer Ablehnung gewichen. Wir haben uns dazu entschlossen, uns auf unsere politisch sehr erfolgreiche Arbeit zu konzentrieren und der Merzhausia keine Plattform in unserem Referat zu bieten.

 

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